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golem.de

Mehrheit der Berliner wünscht sich Ausbau der Videoüberwachung

Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist umstritten. Vertreter von Polizei und Politik fordern immer wieder ihre Ausweitung; Datenschützer kritisieren sie als weitgehend wirkungslos und unverhältnismäßig. Auch der Berliner Senat kämpft gerade um eine einheitliche Linie zu dem Thema.

Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist umstritten. Vertreter von Polizei und Politik fordern immer wieder ihre Ausweitung; Datenschützer kritisieren sie als weitgehend wirkungslos und unverhältnismäßig. Auch der Berliner Senat kämpft gerade um eine einheitliche Linie zu dem Thema.

Ungeachtet der politischen Diskussion hält weiterhin eine große Mehrheit von 83 Prozent der Berliner Kameras auf zentralen Plätzen, in Bahnhöfen, Stadien oder in U- und S-Bahn für richtig. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, das im Auftrag der Berliner Zeitung 1003 Bewohner der Stadt befragt hat. Lediglich 13 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass diese Art der Überwachung zu sehr in die Privatsphäre des Einzelnen eingreift.

Berliner wollen mehr Kameras

Vor allem die Über-60-Jährigen und die Unter-30-Jährigen befürworten mit jeweils 92 Prozent den Einsatz der Technik stark. Am skeptischsten sind mit 24 Prozent die 30- bis 44-Jährigen – aber auch in dieser Altersgruppe überwiegt die Zustimmung mit 72 Prozent klar.

Ebenfalls eine große Mehrheit, 73 Prozent, ist der Meinung, dass die Videoüberwachung im öffentlichen Raum weiter ausgebaut werden sollte. Nur 23 Prozent der Berliner halten eine Ausweitung der Videoüberwachung für nicht notwendig.

Pilotprojekt am Breitscheidplatz

Trotz des überwältigenden Wunsches nach mehr Überwachung gibt mit 56 Prozent mehr als die Hälfte aller Befragten an, dass die Kameras keinerlei Einfluss auf ihr subjektives Sicherheitsgefühl haben. 43 Prozent der Berliner fühlen sich an videoüberwachten Orten tatsächlich sicherer. Unter ihnen ist der Frauenanteil mit 49 Prozent höher als der Anteil der Männer (36 Prozent).

Ähnlich verhält es sich mit einer anderen Sicherheitsmaßnahme des Senats, die er sich 2,6 Millionen Euro kosten ließ: In einem Pilotprojekt wurde der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz mit neuartigen Barrieren gegen einen möglichen Lkw-Anschlag gewappnet. Mit Sand gefüllte Stahlkörbe und Betonblockaden umgeben den Platz, auf dem vor zwei Jahren zwölf Menschen bei einem Attentat getötet und Dutzende verletzt wurden. Hier ist mit rund 40 Prozent ein großer Teil der Berliner der Meinung, dass die Barrieren nicht dazu führen, dass Menschen sich auf dem Platz sicherer fühlen.
 

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Mehrheit der Berliner wünscht sich Ausbau der Videoüberwachung

Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist umstritten. Vertreter von Polizei und Politik fordern immer wieder ihre Ausweitung; Datenschützer kritisieren sie als weitgehend wirkungslos und unverhältnismäßig. Auch der Berliner Senat kämpft gerade um eine einheitliche Linie zu dem Thema.

Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist umstritten. Vertreter von Polizei und Politik fordern immer wieder ihre Ausweitung; Datenschützer kritisieren sie als weitgehend wirkungslos und unverhältnismäßig. Auch der Berliner Senat kämpft gerade um eine einheitliche Linie zu dem Thema.

Ungeachtet der politischen Diskussion hält weiterhin eine große Mehrheit von 83 Prozent der Berliner Kameras auf zentralen Plätzen, in Bahnhöfen, Stadien oder in U- und S-Bahn für richtig. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, das im Auftrag der Berliner Zeitung 1003 Bewohner der Stadt befragt hat. Lediglich 13 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass diese Art der Überwachung zu sehr in die Privatsphäre des Einzelnen eingreift.

Berliner wollen mehr Kameras

Vor allem die Über-60-Jährigen und die Unter-30-Jährigen befürworten mit jeweils 92 Prozent den Einsatz der Technik stark. Am skeptischsten sind mit 24 Prozent die 30- bis 44-Jährigen – aber auch in dieser Altersgruppe überwiegt die Zustimmung mit 72 Prozent klar.

Ebenfalls eine große Mehrheit, 73 Prozent, ist der Meinung, dass die Videoüberwachung im öffentlichen Raum weiter ausgebaut werden sollte. Nur 23 Prozent der Berliner halten eine Ausweitung der Videoüberwachung für nicht notwendig.

Pilotprojekt am Breitscheidplatz

Trotz des überwältigenden Wunsches nach mehr Überwachung gibt mit 56 Prozent mehr als die Hälfte aller Befragten an, dass die Kameras keinerlei Einfluss auf ihr subjektives Sicherheitsgefühl haben. 43 Prozent der Berliner fühlen sich an videoüberwachten Orten tatsächlich sicherer. Unter ihnen ist der Frauenanteil mit 49 Prozent höher als der Anteil der Männer (36 Prozent).

Ähnlich verhält es sich mit einer anderen Sicherheitsmaßnahme des Senats, die er sich 2,6 Millionen Euro kosten ließ: In einem Pilotprojekt wurde der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz mit neuartigen Barrieren gegen einen möglichen Lkw-Anschlag gewappnet. Mit Sand gefüllte Stahlkörbe und Betonblockaden umgeben den Platz, auf dem vor zwei Jahren zwölf Menschen bei einem Attentat getötet und Dutzende verletzt wurden. Hier ist mit rund 40 Prozent ein großer Teil der Berliner der Meinung, dass die Barrieren nicht dazu führen, dass Menschen sich auf dem Platz sicherer fühlen.
 

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