Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Aktuelle Pressemeldungen


Berliner Kurier

Angriffe auf die Feuerwehr: Ein Glück, dass sie Helme tragen...

Sie rasen mit Blaulicht zu einem Verletzten, einem Kranken oder einem Feuer, und dann werden sie am Einsatzort beschimpft, bedroht und verletzt. So geht es vielen Berliner Feuerwehrleuten, auch wenn die Tendenz nach einer Flut von Angriffen 2019 zurückgeht.

Sie rasen mit Blaulicht zu einem Verletzten, einem Kranken oder einem Feuer, und dann werden sie am Einsatzort beschimpft, bedroht und verletzt. So geht es vielen Berliner Feuerwehrleuten, auch wenn die Tendenz nach einer Flut von Angriffen 2019 zurückgeht. Bis zum 24. Mai gab es in diesem Jahr 55 Attacken auf Feuerwehrleute, bei denen es teilweise zu mehreren Formen eines Angriffs kam. Bei 46 davon blieb es nicht bei bösen Worten. 2019 hatte es insgesamt 210 Vorfälle gegeben – seit 2016 (42) war die Zahl beständig gestiegen.

Auf eine Anfrage des Abgeordneten Niklas Schrader (Linke) berichtet die Senatsinnenverwaltung, dass die Statistik zu derlei Vorfällen verfeinert wurde. Jetzt werden die Angriffe nach Ortsteilen erfasst, und Neukölln liegt mit 17 einzelnen Vorfällen vorn, gefolgt von Kreuzberg (14). Auch hier kann es sein, dass bei einem Einsatz gleich mehrere Taten registriert wurden.

Feuerwehr mit Raketen beschossen

Besonders viele Angriffe gab es erwartungsgemäß in der Neujahrsnacht – die Retter wurden vielfach mit Raketen beschossen. Ansonsten gibt es die meisten Vorfälle in der Zeit zwischen 15 und 23 Uhr. Wenn die Feuerwehr einem Brand zu Leibe rückt, ist das weniger gefährlich für sie, als wenn sie mit dem Rettungswagen zu einem Notfall kommt.

Da wird geschimpft, gedroht, mit Messern, Schusswaffen und Knüppeln gewedelt und vor allem zugeschlagen. Inwieweit die Täter durch Alkohol oder Drogen enthemmt waren, wird nicht statistisch erfasst. 

2019 wurden 35 Einsatzkräfte dabei verletzt. Meist handelte es sich dabei um Prellungen, Stauchungen, Platzwunden, aber auch Knochenbrüche und – vorwiegend in der Neujahrsnacht – um Knalltraumata.  Auch die Psyche einiger Beamter wurde durch Übergriffe beeinträchtigt.

Seit Beginn des Jahres 2020 enthält die Erfassung der Übergriffe eine Skala zur Einschätzung des jeweiligen  betroffenen Feuerwehrmanns. Sie reicht von 1 (kaum der Rede wert) bis 6 (äußerst schwer). Von 55 bisher eingegangenen Meldungen dieses Jahr wurden 17 als Schweregrad 4 oder schlimmer eingestuft.

Als Reaktion wurden im vergangenen Jahr 141 Anzeigen gegen die Angreifer erstattet, 2020 bislang 42.

 

Zum Artikel


Berliner Kurier

Angriffe auf die Feuerwehr: Ein Glück, dass sie Helme tragen...

Sie rasen mit Blaulicht zu einem Verletzten, einem Kranken oder einem Feuer, und dann werden sie am Einsatzort beschimpft, bedroht und verletzt. So geht es vielen Berliner Feuerwehrleuten, auch wenn die Tendenz nach einer Flut von Angriffen 2019 zurückgeht.

Sie rasen mit Blaulicht zu einem Verletzten, einem Kranken oder einem Feuer, und dann werden sie am Einsatzort beschimpft, bedroht und verletzt. So geht es vielen Berliner Feuerwehrleuten, auch wenn die Tendenz nach einer Flut von Angriffen 2019 zurückgeht. Bis zum 24. Mai gab es in diesem Jahr 55 Attacken auf Feuerwehrleute, bei denen es teilweise zu mehreren Formen eines Angriffs kam. Bei 46 davon blieb es nicht bei bösen Worten. 2019 hatte es insgesamt 210 Vorfälle gegeben – seit 2016 (42) war die Zahl beständig gestiegen.

Auf eine Anfrage des Abgeordneten Niklas Schrader (Linke) berichtet die Senatsinnenverwaltung, dass die Statistik zu derlei Vorfällen verfeinert wurde. Jetzt werden die Angriffe nach Ortsteilen erfasst, und Neukölln liegt mit 17 einzelnen Vorfällen vorn, gefolgt von Kreuzberg (14). Auch hier kann es sein, dass bei einem Einsatz gleich mehrere Taten registriert wurden.

Feuerwehr mit Raketen beschossen

Besonders viele Angriffe gab es erwartungsgemäß in der Neujahrsnacht – die Retter wurden vielfach mit Raketen beschossen. Ansonsten gibt es die meisten Vorfälle in der Zeit zwischen 15 und 23 Uhr. Wenn die Feuerwehr einem Brand zu Leibe rückt, ist das weniger gefährlich für sie, als wenn sie mit dem Rettungswagen zu einem Notfall kommt.

Da wird geschimpft, gedroht, mit Messern, Schusswaffen und Knüppeln gewedelt und vor allem zugeschlagen. Inwieweit die Täter durch Alkohol oder Drogen enthemmt waren, wird nicht statistisch erfasst. 

2019 wurden 35 Einsatzkräfte dabei verletzt. Meist handelte es sich dabei um Prellungen, Stauchungen, Platzwunden, aber auch Knochenbrüche und – vorwiegend in der Neujahrsnacht – um Knalltraumata.  Auch die Psyche einiger Beamter wurde durch Übergriffe beeinträchtigt.

Seit Beginn des Jahres 2020 enthält die Erfassung der Übergriffe eine Skala zur Einschätzung des jeweiligen  betroffenen Feuerwehrmanns. Sie reicht von 1 (kaum der Rede wert) bis 6 (äußerst schwer). Von 55 bisher eingegangenen Meldungen dieses Jahr wurden 17 als Schweregrad 4 oder schlimmer eingestuft.

Als Reaktion wurden im vergangenen Jahr 141 Anzeigen gegen die Angreifer erstattet, 2020 bislang 42.

 

Zum Artikel