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Aktuelle Pressemeldungen


BZ Berlin

Berlin is watching you: Hier werden Sie überwacht

Landeseigene Betriebe montieren immer mehr Kameras in der Stadt. B.Z. sagt, wo sie hängen und was sie bewirken sollen. Bringt mehr Video-Überwachung auch mehr Sicherheit? Bei Rot-Rot-Grün ist das umstritten. Viele landeseigene Unternehmen montieren dagegen auf ihren Arealen immer mehr Kameras, um Mieter, Mitarbeiter, Kunden und Eigentum zu schützen.

Landeseigene Betriebe montieren immer mehr Kameras in der Stadt. B.Z. sagt, wo sie hängen und was sie bewirken sollen.

Bringt mehr Video-Überwachung auch mehr Sicherheit?

Bei Rot-Rot-Grün ist das umstritten. Viele landeseigene Unternehmen montieren dagegen auf ihren Arealen immer mehr Kameras, um Mieter, Mitarbeiter, Kunden und Eigentum zu schützen.

Gucken Sie mal, wo Berlin guckt!

  • Die Wohnungsgesellschaft Howoge hat schon 16 Adressen ausgestattet, zuletzt nach Beschwerden über Vandalismus, Vermüllung, Schmierereien die Frankfurter Allee 172 in Alt-Lichtenberg. „Wir haben die Zustimmung aller 300 Mietparteien eingeholt“, sagt Sprecherin Sabine Pentrop (55). 100 Prozent Zustimmung sind immer Voraussetzung.
     
  • Bei der BSR wurden vor allem 23 Abfall-Behandlungsanlagen und Recyclinghöfe mit Kameras bestückt. Sprecher Sebastian Harnisch: „Es erfolgt aus Sicherheitsgründen, vor allem zum Schutz vor Einbrüchen.“
     
  • Die Wasserbetriebe kontrollieren mit 189 Kameras an 61 Standorten Ein- und Ausfahrten, Gelände sowie einen Rechen, der in der Panke an der Schulzendorfer Straße (Wedding) sitzt. Verhakt sich dort nämlich zu viel Unrat, überschwemmt der Fluss die Umgebung.
     
  • Vivantes überwacht am Klinikum Kaulsdorf Parkplätze und Rettungsstelle – auch um das Knacken von Kassenautomaten zu verhindern.
     
  • Die Messe konzentriert ihre Kameras auf neun Standorte. Mithilfe der Bilder werden u.a. Verkehrsströme beim Auf- und Abbau von Ausstellungen gesteuert.
     
  • Die BVG ist die Ur-Mutter der Kameraüberwachung – seit 1979 wird Videotechnik eingesetzt. Inzwischen zu 100% bei U-Bahnen, zu 88,3% bei der Tram. Ermittlungsbehörden forderten vergangenes Jahr 6876 Aufnahmen an, um Straftäter zu überführen. 85% der Kunden bewerten Video-Ausrüstung positiv.

Innenexperte Niklas Schrader (37, Linke) fragte die Kamera-Ausstattung der Betriebe beim Senat ab. Er sagt: „Seine eigenen Gebäude zu sichern, ist nachvollziehbar. Es sollte nur nicht ausufern.“
 

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